Vibe Coding:
Fluch oder Segen?
Wir erleben die größte Welle an Produktivität in der Geschichte der Softwareentwicklung. Aber zu welchem Preis?
"Ich beschreibe grob, was ich will – die KI schreibt den Code."
Plötzlich geht alles schneller. Kreativer. Müheloser. Ideen werden in Minuten zu funktionierendem Code. Vibe Coding kann Innovation massiv beschleunigen. Du hast eine App-Idee? Schreib sie runter, Cursor oder GitHub Copilot bauen dir das Grundgerüst.
Die unsichtbare Gefahr
Gleichzeitig kann es unbemerkt technische Schulden aufbauen.
Wenn ich nicht mehr verstehe, warum mein Code funktioniert, habe ich ein Problem.
Fragile Architekturen und ein trügerisches Sicherheitsgefühl entstehen oft genau dort, wo es "einfach funktioniert hat".
Wer wartet diesen Code in 3 Jahren? Wer fixt den Sicherheitsbug, den die KI aus einem StackOverflow-Post von 2018 kopiert hat?
Produktivität vs. Verständnis
Meine These: Wir brauchen eine neue Art von "Code-Review-Kompetenz". Nicht jede generierte Zeile ist gut, nur weil sie läuft.
Vibe Coding ist ein mächtiges Werkzeug für Prototypen und MVPs. Aber für langlebige Systeme bleibt tiefes Verständnis unerlässlich.
Man muss wissen, *was* man generiert, um es langfristig beherrschen zu können.
Wie gehen Sie damit um? Gamechanger für Produktivität – oder schleichendes Langzeitrisiko?